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WAFER · Folge 6 · 10. Juni 2026 · 41 Min

Vergiss die KI-Strategie — starte mit der einen nervigen Aufgabe

Warum du nicht mit der großen Strategie anfängst, sondern mit der einen nervigen Aufgabe – und in 15 Minuten deinen ersten KI-Skill baust.

Der Mann, der die mächtigste KI der Welt baut, fordert ausgerechnet einen Notbremshebel für die ganze Branche. Klingt nach einem Grund zu warten? Es ist das genaue Gegenteil. In dieser Folge zeigt dir Tobias, warum du genau jetzt loslegen solltest. Die News der Woche: Anthropic-CEO Dario Amodei spricht sich für eine koordinierte Verlangsamung der KI-Entwicklung aus. Trump und Senator Sanders wollen den Staat an OpenAI und Anthropic beteiligen. Florida verklagt OpenAI wegen Kindergefährdung. Und eine KPMG-Umfrage zeigt: 75 % der Unternehmen haben keinen Überblick, was ihre KI-Nutzung wirklich kostet. Im Deep Dive macht Tobias eine kontroverse Ansage: Vergiss erstmal die große KI-Strategie. Nimm dir die eine nervige Aufgabe, die sich jede Woche wiederholt, und bau daraus in 15 Minuten deinen ersten Skill — am Beispiel einer Meeting-Agenda, die sich selbst aufsetzt, per Mail verschickt und im Kalender einträgt. Dazu die Einordnung: Augmented Work gegen Automatisierung, warum Tools wie Claude Code und LangDock so mächtig sind — und warum dein 200-Dollar-Abo heute den 8- bis 13-fachen Gegenwert liefert und du in Wahrheit auf gemietetem Land baust. Tobias Schnitzler ist Co-Founder von AI-Power und seit Jahren in echten KI-Projekten im Mittelstand unterwegs. WAFER erscheint wöchentlich — kein Hype, kein Blabla, aus der Praxis in die Praxis.

In dieser Folge

Der Mann, der die mächtigste KI der Welt baut, fordert einen Notbremshebel für die ganze Branche – und genau das ist für dich kein Grund zu warten, sondern loszulegen. Tobias’ kontroverse These dieser Folge: Vergiss erstmal die große KI-Strategie. Nimm dir die eine nervige Aufgabe, die sich jede Woche wiederholt, und bau daraus in 15 Minuten deinen ersten Skill – am konkreten Beispiel einer Meeting-Agenda, die sich selbst aufsetzt, per Mail rausgeht und im Kalender landet.

Hot News der Woche

  1. Anthropic-CEO Dario Amodei fordert eine KI-Pause – der Macher hinter Claude plädiert für eine global koordinierte Verlangsamung der Entwicklung. Echte Sorge oder cleverer IPO-Move?
  2. Trump will den Staat an KI-Firmen beteiligen – Senator Sanders bringt 50 % Staatsanteil an OpenAI und Anthropic ins Spiel. Stichwort Vendor-Lock-in: Wie abhängig bist du eigentlich?
  3. Florida verklagt OpenAI – Vorwurf der Kindergefährdung durch ChatGPT. Spoiler: Auch du als Unternehmer haftest bald für deinen Webseiten-Chatbot.
  4. KPMG: 75 % fliegen bei KI-Kosten blind – drei von vier Unternehmen wissen nicht, was ihre KI-Nutzung wirklich kostet.

Exkurs — Warum dein Claude-Abo das Zehnfache wert ist

Tobias rechnet vor, warum ein 200-Dollar-Abo grob den 8- bis 13-fachen API-Gegenwert liefert (rund 1.588 $ allein für Claude Code) – und warum du trotzdem auf gemietetem Land baust: kein Modell-Besitz, kein garantierter Durchsatz, Limits & Preise ändert der Anbieter einseitig. Jetzt nutzen, aber mit Kostenkontrolle.

Deep Dive — So startest du 2026 mit KI

Der simpelste Erst-Case: ein Kundenmeeting in einer Minute vorbereiten. Per Sprache mit der KI die Agenda im Sparring erarbeiten, Kalender- und Mail-Konnektor andocken, Einladung raus – und ganz nebenbei deinen ersten wiederverwendbaren Skill gebaut. Dazu die Einordnung: Augmented Work (du im Driver’s Seat, KI als verlängerte Werkbank) gegen Automatisierung (n8n, Make, Zapier). Und die drei Fallen: nicht skalieren bevor der erste Case sitzt, nie ohne Kostenkontrolle automatisieren, Konnektoren erst nur einmalig freigeben.

Zum Selbermachen

So startest du 2026 mit KI

Die Schritte aus dem Deep Dive: Bereite ein Kundenmeeting in unter einer Minute vor — und baust dabei ganz nebenbei deinen ersten wiederverwendbaren KI-Skill.

  1. 1

    Hol dir den Zugang

    Ein 20-Dollar-Claude-Abo — oder eine DSGVO-konforme Alternative wie LangDock. Mehr braucht es für den Start nicht.

  2. 2

    Erarbeite die Aufgabe im Sparring

    Per Sprache reinsprechen, worum es im Meeting geht. Die KI schlägt Agendapunkte vor, du schärfst, sie denkt mit. Nicht „schreib mir was“ — sondern „denk mit mir“.

  3. 3

    Gib Kontext

    Wer ist der Kunde, welche Beziehung, welches Ziel hat das Meeting? So versteht die KI den Bezug — und du verstehst sofort, warum Kontext alles ist.

  4. 4

    Dock den Kalender an

    Konnektor verbinden — die KI legt den Termin automatisch an, mit Datum und Teilnehmern direkt aus dem Gespräch.

  5. 5

    Dock die E-Mail an

    Outlook oder Google verbinden, die KI verschickt die Einladung mit fertiger Agenda. Bei der Rechte-Abfrage nur einmal freigeben, nicht „permanent“ — du behältst die Kontrolle.

  6. Erlebe das Ergebnis

    Agenda, Termin und raus-gegangene Einladung in rund einer Minute. Dein erster wiederverwendbarer Skill — selbst gebaut, nicht gelesen.

⚠️

Die Falle: Spring nicht in die Skalierung, bevor der erste Case sitzt — und automatisiere nie ohne Kostenkontrolle. Konnektoren nur in sicherer Umgebung und „einmal freigeben“ statt Dauerzugriff.

Erwähnt in dieser Folge

  • Dario Amodei – CEO & Gründer von Anthropic (Claude-Modelle)
  • Claude Code – agentisches KI-Werkzeug für Skills, Pitch-Decks & Recherche
  • LangDock – DSGVO-freundliche Oberfläche mit Connectoren (Outlook, Kalender)
  • n8n, Make & Zapier – No-Code-/Low-Code-Automatisierung
  • KPMG – Umfrage: 75 % ohne Überblick über ihre KI-Kosten
  • Donald Trump & Bernie Sanders – Vorstoß zur Staatsbeteiligung an KI-Firmen
  • Barack Obama – frühe Idee einer Steuer für KI-Agenten

Kapitelmarken

  • 00:00:00 Cold Open
  • 00:00:45 News 1: Amodei fordert KI-Pause
  • 00:06:58 News 2: Trump will Staat an KI-Firmen
  • 00:08:15 News 3: Florida verklagt OpenAI
  • 00:09:50 News 4: KPMG — 75 % kennen KI-Kosten nicht
  • 00:11:27 Exkurs: Dein Claude-Abo ist 10x wert
  • 00:16:50 Deep Dive: So startest du 2026 mit KI
  • 00:40:30 Outro
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